„It’s because our friendships – female friendships are just a hop to our sisterhood, and sisterhood can be a very powerful force, to give the world … the things that humans desperately need.” Jane Fonda

Wir leben in einer männerdominierten Welt. Frauen neigen daher zu zwei Extremen: Entweder sie orientieren sich komplett an den Herren und verlieren ihre Weiblichkeit. Oder sie gehen auf Konfrontationskurs und stellen ihr Frausein über alles. Beides sind keine guten Lösungen. Besser ist: Richtige Freundschaften unter Frauen zu pflegen, und die Opferrolle über Bord zu werfen.

Frauen haben immer noch Schwierigkeiten damit, sich aus sich selbst heraus zu definieren und ihre ureigene Essenz zu finden – viele tun dies, indem sie sich in Bezug auf die männlichen Strukturen, in denen sie sich bewegen, definieren. Das kann zu Zweierlei führen:

Es ist für Frauen schwer, sich aus sich selbst heraus zu definieren und den Kern ihres Wesens zu entdecken, weil sie sich innerhalb des männlichen Systems bewegen. Frauen vernachlässigen die Beziehung zu sich selbst und begeben sich damit – meist unbewusst – in eine Abhängigkeit der männlichen Strukturen.

1. Die Frau orientiert sich komplett am Mann und verliert ihre Weiblichkeit.

2. Sie stellt sich gegen den Mann und stellt ihre Weiblichkeit über alles.

Beide Ansätze sind keine Lösungen. Sie helfen nicht, weil Frauen dabei von außen bestimmt werden. Wie ein Teenager, der sich zu finden versucht, indem er schaut, was die Eltern machen. Um es dann anders zu machen.

Es ist für Frauen schwer, sich aus sich selbst heraus zu definieren und den Kern ihres Wesens zu entdecken, weil sie sich innerhalb des männlichen Systems bewegen. Frauen vernachlässigen die Beziehung zu sich selbst und begeben sich damit – meist unbewusst – in eine Abhängigkeit der männlichen Strukturen.

Unglücklicherweise sehen sich viele Frauen jedoch als Opfer dieser Strukturen. Sie übersehen dabei, dass sie sich damit die Chance zu wirklichen innerem Wachstum nehmen. Immer, wenn Schuldzuweisungen gemacht werden, geben wir eigenes Leadership weg. ‚Ich kann nichts machen, die Umstände sind schuld!‘ wird zum inneren Mantra. Es wird sich auf die innere Couch zurückgezogen. Schuldzuweisung bedeutet, dem eigenen Komfort den Vorzug zu geben. Wirkliche Veränderung beginnt mit der eigenen Haltung und dem Willen, sich auch unbequemen Fragen zu stellen und unbequeme Dinge zu tun. Männer können dies oft besser als Frauen.

Was können Frauen also tun, um den eigenen Kern zu finden?

Frauen leben heute isolierter als jemals zuvor. In dem konstanten Bemühen Schritt zu halten, verlieren sie den Sinn für die tiefe Bedeutung von Freundschaft. Studien haben gezeigt, dass Frauen die Freundschaften pflegen, gesünder sind und länger leben.

Dabei ist es meines Erachtens wichtig, dass es Freundschaften sind, die sich nicht aus gegenseitigem Bemitleiden oder Schuldzuweisungen einer anderen Person gegenüber speisen. Weil Frauen ihre Essenz nicht kennen und fühlen, fällt es ihnen schwer, sich selbst und andere respektvoll zur Verantwortung zu ziehen. Frauen schaffen oft eine Verbindung untereinander, indem sie über andere, nicht anwesende Personen sprechen oder sich selbst bemitleiden. So genannte ‚Pitty Partys‘ finden statt.

Frauen denken, sie bekommen Dinge, indem sie sich beschweren und hinten rum agieren. Sie haben nicht gelernt, direkt zu sein. Sie nehmen Dinge persönlicher als Männer. Für Frauen müssen sich die Dinge gut anfühlen – wenn es sich gut anfühlt, dann ist es auch gut. Was aber, wenn das nicht stimmt?

Männer sind sehr viel direkter. Sie tragen Konflikte oft offener aus, da sie es nicht als Angriff auf sich sehen. Hier ist ein Experiment: Geben Sie sich das Versprechen, eine Woche lang nicht zu tratschen und sich nicht zu beschweren. Fragen sie aktiv nach Feedback und nehmen sie es an, ohne sich zu erklären und zu rechtfertigen.

Zudem müssen sich Frauen bewusst machen, dass sie in ihrer Weisheit gebraucht werden – nicht in ihrer Anspruchshaltung. Sie sind der Klebstoff, der alles zusammenhält. Oft sind Frauen der Grund, warum Männer so hart arbeiten. Alles, was Männer wollen, ist Anerkennung und Respekt. Frauen sehen dies oft nicht. Egal, was der Mann macht – es ist nie genug. Es ist an der Zeit, damit aufzuhören. Es ist an der Zeit, dass sie tief innen begreifen, wer sie sind – damit Männer und Frauen endlich als Team agieren und voneinander lernen können. Von Mensch zu Mensch.

Freundschaften, in denen Frauen sich gegenseitig helfen, in denen sie sich zur Verantwortung ziehen und liebevoll ohne ein gemeinsames Feindbild zusammenhalten sind der Weg, diese Welt ein klein wenig besser zu machen. Liebe Damen, lasst uns endlich damit anfangen!