Bei Präsentationen hören wir manchmal, dass jemand ein Thema oder eine Aussage „auf den Punkt“ gebracht hat.
Was genau bedeutet das?
Zum Einen heisst es, dass die Inhalte auf das Wesentliche reduziert wurden. Der Sprechende war in der Lage, die Kernbotschaft der Präsentation genau herauszufiltern.

Das rein Inhaltliche ist aber nur ein Aspekt, den wir beim Präsentieren beachten müssen.

Die andere Seite ist der sprecherische Aspekt.
Viele Präsentierende wissen, dass sie zu schnell sprechen. „Zu schnell“ bedeutet, dass es keine Unterbrechungen im Sprechfluss gibt. Konkret gesprochen: Es gibt keine Pausen.

Pausen sind Unterbrechungen, in denen geschwiegen wird. Das bedeutet aber nicht, dass nichts geschieht.

Sprechpausen haben zahlreiche Funktionen

Der Sprechende hat Zeit den Kontakt zum Publikum aufzubauen und zu halten. Es wird Spannung erzeugt und wir als Sprecher bleiben entspannt, weil wir uns in dieser Pause kurz auf den nächsten Inhalt vorbereiten können.

Als Zuhörer können wir in der Sprechpause das Gesagte verarbeiten.
Wir können den Sprechenden wahrnehmen und den Inhalten entspannt folgen.

Beim Präsentieren fürchten sich viele Redner vor der Pause. Warum eigentlich?

Es fühlt sich verletzlich an. Nichts zu sagen – und sei es noch so kurz – fühlt sich verletzlich an. Wir haben das Gefühl, dass die Pause ewig dauert. Auch wenn es tatsächlich nur zwei Sekunden sind.
Und so hetzen wir uns und unser Publikum durch unsere Präsentationen. Mit dem Ergebnis, dass unser Publikum abschaltet und wir als Sprechende immer unklarer werden.

Dabei ist es so einfach, eine Pause zu machen: Pausen können gut gehalten werden, wenn der Satz beendet wird. Das heisst die Stimme senkt sich. Die Aussage wurde „auf den Punkt“ gebracht.

Bleibe ich oben mit der Stimme, erwartet mein Publikum, dass noch etwas kommt. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das Zukünftige und nicht auf das was gesagt wurde. Und damit kann die Aussage nicht verarbeitet werden. Die Inhalte gehen verloren. Schade!

Wenn Sie also das nächste Mal präsentieren, arbeiten Sie auf zwei Ebenen:

1.inhaltlich: auf das Wesentlich reduzieren
2. sprecherisch: Kurze Sätze und am Satzende mit der Stimme runter. Pause!

Sie werden sehen: indem wir uns sprecherisch Raum geben, wirken wir viel präsenter auf der Bühne.

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