Der erste Eindruck zählt. Innerhalb von wenigen Sekunden bilden wir uns ein Urteil über unseren Gesprächspartner. Das gilt auch bei Präsentationen und Vorträgen. Deswegen ist der Redeeinstieg so wichtig. Er entscheidet mit, ob wir unser Publikum mitnehmen und überzeugen – oder eben auch nicht.

 

 Viele vergeben sich die Chance auf einen guten Redeeinstieg

 

Die meisten Präsentationen beginnen mit „Hallo, guten Tag, mein Name ist xyz und ich spreche heute über…“

Das ist nicht immer falsch: Wenn ich fünf Minuten habe, um den Vorstand über etwas zu informieren, dann ist es eventuell sinnvoll, direkt mit der Kernaussage einzusteigen.

Oftmals bietet es sich aber an, den Einstieg so zu gestalten, dass wir unser Publikum auf das Thema hinführen. Wichtig ist, dass schnell deutlich wird, was der Einstieg mit Ihrem Thema zu tun hat.

 

Ein guter Redeeinstieg macht Sie als Sprecher sicherer.

 

Und so angeln Sie sich Ihr Publikum:

1.Interaktiv Stellen Sie Fragen. Hier ging es um den Umgang mit Lampenfieber:

  • „Wie viele von Ihnen stehen richtig gern auf der Bühne?“
  • „Wie vielen von Ihnen macht es nichts aus?“
  • „Wie viele von Ihnen tun alles, um das Sprechen vor Gruppen zu vermeiden?“

 Die Sprecherin hat zwei Dinge getan:

  1. Durch das Heben des Armes suggeriert, dass sie wirklich eine Antwort haben möchte.
  2. Die Frage so gestellt, dass sich Jeder bei einer der Fragen angesprochen gefühlt hat.

 

2. Rhetorische Fragen Hier möchte ich als Sprecherin keine Antwort bekommen. Ich möchte eher, dass mein Publikum sich kurz Gedanken macht. Deswegen ist eine Sprechpause nach diesem Einstieg so wichtig.

„Lampenfieber – viele von uns kennen es. Die meisten von uns mögen es nicht. Woran liegt es, dass wir allein bei dem Gedanken daran, vor die Gruppe zu treten, nervös werden?“

 

3. Anekdoten Gibt es eine Anekdote, die sich auf Ihr Thema übertragen lässt? Hier ein Beispiel von Benjamin Zanders brillantem TED-Talk „The transformative power of classical music“. Er weist darauf hin, dass viele klassiche Musik nicht verstehen – und dass ihn genau das motiviert: „Einige von Ihnen kennen die Geschichte von den beiden Kaufleuten, die nach Afrika gegangen sind, um Schuhe zu verkaufen. Der eine schreibt nach Hause: „Keine Chance – es gibt keine Schuhe hier. Der andere schreibt: „Tolle Gelegenheit, es gibt noch keine Schuhe!“ Es ist ähnlich in der klassischen Musik…“

 

4. Interessante Zahlen/Daten/Fakten (ZDF) Nehmen Sie etwas Außergewöhnliches aus Ihrem Thema und stellen Sie es an den Anfang. „Jeden Tag werden weltweit 42 Millionen Präsentationen gehalten. Das heißt: pro Minute beginnen 20 000 Präsentationen-. Die meisten davon sind langweilig und langatmig….“

Hier wurde die große Zahl noch einmal verkleinert, um es greifbarer zu machen.

 

5. Aktuelles aufgreifen Gibt es etwas aus dem Tagesgeschehen, das sich aufgreifen lässt? „Sie haben es heute vielleicht gelesen/vielleicht schon gehört…“

 

6. Probleme aufwerfen Hier bietet es sich an, mit einem so genannten hypnotischen Filter zu arbeiten. „Stellen Sie sich vor, Sie kommen morgen ins Büro und Jemand hat Ihr Budget um 90% gekürzt. Was würden Sie tun?“

Zitate können gut als Redeeinstieg funktionieren

 

 „John Lennon hat einmal gesagt: Leben ist das was passiert, während Du dabei bist andere Pläne zu machen. In unserem Fall kam das Leben in Gestalt des Vulkans Eyjafjallajökull dazwischen. Denn wir konnten unseren Geschäftspartern aus LA nicht einfliegen. Was haben wir gemacht?“ In diesem Fall ging es um eine Firma, die für eine wichtige Veranstaltung ihren Geschäftspartner einfliegen wollten – und improvisieren mussten, als der Flugverkehr aufgrund des Vulkanausbruchs eingestellt wurde.

Dies sind nur einige Beispiele, wie ein Redeeinstieg gestaltet werden kann. Weitere Möglichkeiten sind perönliche Geschichten, Metaphern oder gut gesetzte „Provokationen“ („Ich muss Ihnen etwas beichten“, „Wir haben eine großen Fehler gemacht“).

Wie kann der Redeeinstieg eigentlich gefunden werden?

 

Nähern Sie sich dem Thema aus der Vogelperspektive

 

Worum geht es im großen Ganzen? Zusammenarbeit, Innovation, Hürden überwinden. Oder: Was wäre, wenn es den neuen Prozess, das neue Produkt etc nicht gäbe. Was wäre anders?

Probieren Sie es aus: Sie werden sehen – Ihre Präsentation wird ansprechender und lebendiger.

Mehr dazu im kostenfreien Webinar am 16. Juli. Anmeldungen unter https://www.speakupnow.de/webinar